<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Biljana Kraft</title>
	<atom:link href="https://kraftvollundsicher.at/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kraftvollundsicher.at/</link>
	<description>Craniosacrale Körperarbeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2023 07:54:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://kraftvollundsicher.at/wp-content/uploads/2021/03/biljana-moser-icon-logo-transparent-150x150.png</url>
	<title>Biljana Kraft</title>
	<link>https://kraftvollundsicher.at/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Eine junge Frau, die ihren Gedanken Glauben schenkte</title>
		<link>https://kraftvollundsicher.at/eine-junge-frau-die-ihren-gedanken-glauben-schenkte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Biljana Moser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2022 11:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kraftvollundsicher.at/?p=1828</guid>

					<description><![CDATA[<p>Martha war eine junge Frau, die mit ihrem Leben sehr unzufrieden war, sie fühlte sich schwach und falsch. Alles was sie begann oder anrührte, schien zu Asche zu werden. Sie fühlte sich als Opfer, jenes welches 100-fach mehr leisten musste, um auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen. Eines Tages, als sie auf dem Weg [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/eine-junge-frau-die-ihren-gedanken-glauben-schenkte/">Eine junge Frau, die ihren Gedanken Glauben schenkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Martha war eine junge Frau, die mit ihrem Leben sehr unzufrieden war, sie fühlte sich schwach und falsch. Alles was sie begann oder anrührte, schien zu Asche zu werden. Sie fühlte sich als Opfer, jenes welches 100-fach mehr leisten musste, um auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen.</p>
<p>Eines Tages, als sie auf dem Weg zur Arbeit war, plagten sie Gedanken darüber wie es heute wohl sein wird. &#8222;Wer wird heute wieder auf mir herum hacken?&#8220; &#8222;Was werde ich heute wohl wieder vergeigen?&#8220; Mit einer erdrückenden Schwere, einem Knoten in der Magengrube, hängenden Schultern und schier leblosen Gesichtszügen, ging sie langsam zur Bushaltestelle. Dort, auf den Boden blickend und völlig erschöpft vom Leben, spricht sie plötzlich eine alte Dame an.&#8220; Sag mal Kind, bist du nicht die Enkelin von Sigrun Hammerschmied?&#8220;<br />
Martha, blickte hoch, sah eine alten, gebückt stehenden Dame mit Gehstock, fragend an. &#8222;Ja, die bin ich! Aber ich hab Oma leider nie kennengelernt.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ich war eine sehr gute Freundin deiner Großmutter! Eine so starke Frau gewesen. Ich erinnere mich noch so gut an sie. Sie war immer zur Stelle wenn jemand Hilfe brauchte und hatte so viel innere Kraft und Mut!&#8220; Sie sah Martha ganz verwundert an, und fragte &#8222;Was ist denn los mit dir mein Kind? Geht es dir nicht gut?&#8220; Martha schien die alte liebevolle Dame sehr vertrauenswürdig zu sein und so erzählte sie ihr ein wenig aus ihrem Leben, während beide auf den Bus warteten. Martha erklärte ihr, dass sie nun einmal unter keinem guten Stern geboren worden war und sie nur Pech hatte, sie keiner mochte und ihr niemand etwas zutrauen würde, nicht einmal sie sich selbst. Ihr Leben wäre eine absolute Tragödie und alles andere als sinnvoll und schön.</p>
<p>Die alte Dame hörte aufmerksam zu, ohne Martha nur einmal zu unterbrechen. Als die junge Frau fertig war, ließ sie einen lauten Seufzer von sich und ließ den Kopf wieder hängen.</p>
<p>Die alte Dame griff mit ihrer freien Hand nach Martha&#8217;s Kinn, hob ihren Kopf hoch und sagte: &#8222;Mein Kind, welchem Irrglauben bist du nur verfallen, und glaubst ihn auch noch?! Hör mir jetzt aufmerksam zu, schließ bitte deine Augen und geh mit mir gemeinsam auf eine Reise.&#8220;</p>
<p>Martha tat wozu ihr die alte Dame riet. Sie schloss die Augen und verfiel schnell in eine Art Trance. Während sie den Lärm im Außen gar nicht mehr wahr nahm, begann die alte Dame mit ruhiger Stimme zu reden&#8230;.</p>
<p>&#8222;Während du hier neben mir stehst, fühl den Boden unter deinen Füßen. Fühl die Kraft der Natur und spüre deinen Atem. Atme tief ein!&#8220; Eine Minute verging, und die alte Dame sprach weiter: &#8222;Stell dir deine Eltern hinter dir vor&#8230;. (Zeit verging, Martha nickte)&#8230; Und jetzt hinter deinen Eltern deren Eltern&#8230;.. und dahinter deine Ur-Urgroßeltern,&#8230;. dahinter weitere 16,&#8230;.dahinter 32,&#8230;.und es geht weiter mit 64,&#8230;dann 128,&#8230;.dann 256,&#8230;dann 512 und dann stehen 1024 Menschen hinter dir. All jene, die notwendig waren damit es dich heute gibt. Siehst du wie viele das sind? Spürst du ihre Anwesenheit? Sie alle haben dir Ressourcen mitgegeben damit du heute ein glückliches und erfülltes Leben führen kannst. Kannst du es fühlen?&#8220; Martha, begann zu weinen und nickte.&#8220; Was wollen dir deine Ahnen sagen? Was gaben sie dir mit&#8220;, fragte die alte Dame, Martha.<br />
Martha&#8217;s Tränen flossen wie in Strömen über ihre Wangen und sie legte beide Hände über ihr Gesicht, so stark war sie gerade in dem Gefühl verankert. Mit zittriger und leiser Stimme sagte Martha: &#8222;Liebe, Kraft, Mut und Lebensfreude!&#8220;</p>
<p>&#8222;Siehst du mein Kind, welche tollen Geschenke deine Ahnen für dich haben? Kannst du diese Ressourcen jetzt in dir selbst auch wahrnehmen? Fühl mal rein, mein Kind!&#8220; Die alte Dame ließ Martha die notwendige Zeit, die sie brauchte. &#8222;Ja, kann ich!&#8220;, erwiderte Martha schluchzend, während sie versuchte die vielen Tränen, die jetzt noch stärker flossen, wegzuwischen.<br />
Martha blickte innerlich noch einmal auf ihre Ahnen und nahm so viel Liebe und Dankbarkeit war. Sie bedankte sich für die wertvollen Geschenke, während sie in Demut verfiel.</p>
<p>Die alte Dame strich Martha liebevoll übers Gesicht und holte sie damit wieder zurück zur Bushaltestelle. Sie lächelte Martha zufrieden an und sagte: &#8222;All das ist deins. Und all deine Ahnen sind immer für dich da wenn du sie brauchst. Scheu davor nicht zurück sie in schwierigen Situationen um Hilfe zu bitten. Sie werden immer für dich da sein!&#8220;</p>
<p>Martha holte sehr tief Luft und fühlte sich wie reingewaschen. Bis auf die geschwollenen Augen, die sie vom Weinen hatte, fühlte sie eine noch nie dagewesene Freiheit und Leichtigkeit.</p>
<p>&#8222;Ach sieh nur, dein Bus kommt jetzt!&#8220;, erwähnte die alte Dame.<br />
Martha holte wieder tief Luft, trocknete ihre Tränen und bedankte sich bei der alten Dame mit einer ganz festen und innigen Umarmung. Als Martha in den Bus steigen wollte und sich nach der alten Dame umdrehte, rief ihr diese noch nach, &#8222;Fahr ruhig, ich muss einen anderen Weg gehen um nach Hause zu kommen! Ich wünsche dir von Herzen alles Gute mein Kind. Deine Oma ist bestimmt stolz auf dich!&#8220;<br />
Martha stieg in den Bus ein, setzte sich mit einem Lächeln schnell ans Fenster um noch der alten Dame zu winken, ehe der Bus wegfuhr und die alte Dame nicht mehr zu erkennen war.</p>
<p>Den gesamten Arbeitstag erlebte Martha, als stünde sie neben sich. Sie musste immer zu an die alte Dame an der Bushaltestelle denken.<br />
Am Abend, nach getaner Arbeit, fuhr Martha wieder nach Hause und suchte die alte Schachtel, die voller Fotos ihrer Ahnen war, um die Eindrücke der damaligen Zeit wahrzunehmen. Als sie die Schachtel am Boden vor sich ausleerte und ein wenig verteilte, konnte sie ihren Augen nicht trauen. Da war sie, die alte freundliche Dame mit Gehstock von der Bushaltestelle. Am Foto um einiges jünger mit ihren drei Kindern, eines davon Martha&#8217;s Mutter. Sie nahm das Foto in die Hand, drehte es um und las den Vermerk &#8222;Sigrun Hammerschmid mit Kindern Josef, Maria und Paul 1934&#8220;.</p>
<p>Martha, lehnte sich zurück, mit der Fotografie ihrer Oma in der Hand und konnte nicht glauben, was heute an der Bushaltestelle geschehen war. Sie blickte voller Liebe und Vertrauen auf das Bild ihrer Oma. Tränen kullerten erneut ihre Wange runter und sie bedankte sich innerlich für ihren so wertvollen und einzigartigen Besuch.</p>
<p>Seither trug Martha das Bild ihrer Oma Sigrun immer bei sich um nie zu vergessen welche Ressourcen in ihr steckten und dass im Leben alles möglich sei.</p>
<p>Was wurde aus Martha?<br />
Martha, ist heute wie ausgewechselt, eine starke und selbstbewusste junge Frau, die jeden Tag mit einem Lächeln aufsteht und das Leben mit jeder einzelnen Körperzelle genießt.<br />
Sie hat mit der Aktivierung ihrer Ressourcen zu ihrem Traumjob gefunden, öffnete sich für die Liebe und wohnt heute mit ihrem Mann in einer wunderschönen Wohnung in Wien.</p>
<p>Jetzt frage ich dich!<br />
Wie wäre es, wenn wir uns täglich 1min Zeit nehmen, uns aufrecht hinstellen und unsere Wurzeln, all unsere Ahnen, genauso wie Martha, uns bewusst machen und uns dadurch all jenes, welches sie uns mitgegeben haben, herholen, darin eintauchen und daraus wertvolles schöpfen?!</p>
<p>Vielleicht magst du es einmal versuchen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/eine-junge-frau-die-ihren-gedanken-glauben-schenkte/">Eine junge Frau, die ihren Gedanken Glauben schenkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der alte Mann mit dem Riesenherzen und dem unerhörten Verhalten</title>
		<link>https://kraftvollundsicher.at/der-alte-mann-mit-dem-riesenherzen-und-dem-unerhoerten-verhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Biljana Moser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 21:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kraftvollundsicher.at/?p=1825</guid>

					<description><![CDATA[<p>Guiseppe war 93 Jahre, für sein Alter noch ziemlich gut in Schuss, wenn man das so sagen konnte. Er war flink wie ein Wiesel darin, Menschen, die er nicht mochte, mit Äpfeln aus seinem Garten zu bewerfen. Ich sehe Guiseppe an, mir fallen sein weißer Bart, die Lesebrille, die er weiter unten auf der Nasenspitze [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/der-alte-mann-mit-dem-riesenherzen-und-dem-unerhoerten-verhalten/">Der alte Mann mit dem Riesenherzen und dem unerhörten Verhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Guiseppe war 93 Jahre, für sein Alter noch ziemlich gut in Schuss, wenn man das so sagen konnte. Er war flink wie ein Wiesel darin, Menschen, die er nicht mochte, mit Äpfeln aus seinem Garten zu bewerfen.</p>
<p>Ich sehe Guiseppe an, mir fallen sein weißer Bart, die Lesebrille, die er weiter unten auf der Nasenspitze trägt, ebenso die tiefen Falten und sein festgebrannter jähzorniger Blick auf und schon versinke ich in eine tiefe Trance. Was war nur aus ihm geworden? War er als junger Mann auch so?</p>
<p>Guiseppe war das mittlere Kind von drei. Er lebte mit seinen Eltern und Geschwistern nahe der Küste in Sizilien. Für ihn hieß es jeden Morgen, früh aufstehen, seinem Vater eine Stunde am Hof helfen, danach in die Schule gehen und sich mühsam durch die 8 Stunden, langweiligen Unterricht quälen. Schule und Bücher waren nichts für Guiseppe, die Autorität Lehrer erst recht nicht, weshalb sein Vater oft gezwungen war, dem Jungen Benehmen auf seine Art und Weise beizubringen. Sein Vater hatte es schon satt, immer wieder dem Direktor einen Besuch abstatten zu müssen, weil Guiseppe sich permanent dem Lehrer widersetzte.</p>
<p>Seit der Kindheit trug Guiseppe das Gefühl mit sich herum, immer das schwarze Schaf der Familie zu sein, es niemanden Recht machen zu können und nie genug zu sein. Mit dieser Einstellung und den immer größer werdenden Zorn wuchs er zwischen Gesetzeskonflikten, Vaters Gürtel und der Flucht in schlechte Gesellschaft. Als er ein junger Mann geworden war, verliebte er sich in eine junge Frau, die ihm nicht mehr aus dem Kopf ging. Sie gefiel ihm sehr. Sie hatte eine schöne Figur, lange Haare, war ziemlich frech aber auch schüchtern. Es dauerte nicht lange, die beiden wurden ein Paar, heirateten und bekamen Kinder. Guiseppe bemühte sich fortlaufend seinem inneren Groll zu entfliehen, glücklich zu werden und seinem Leben endlich einen Sinn zu verleihen. Doch im Laufe seiner Ehe stellte sich heraus, dass Guiseppe`s innere Unzufriedenheit nicht zu stillen war. Sei es mit seiner eigenen Leistung, des beruflichen Erfolgs, der Finanzen oder bloß der Tatsache wie andere mit ihm umgingen und ihn behandelten. Jeden Tag fand er etwas zu meckern und war griesgrämig, stritt auch deswegen oft mit seiner Frau und verließ immer wütend oder deprimiert das Haus. Er hatte sich immer ausgegrenzt, war alleine, hatte keine Freunde, nur viele Bekannte, mit denen er auch immer wieder zankte, weil er einfach keine anderen Menschen mochte. Ebenso wenig mochte er andere Sitten und Kulturen. Auch hatte er keine Skrupel jemanden, wie aus dem Nichts, die Faust ins Gesicht zu schlagen, wenn er sich von ihm beleidigt fühlte. Jahre vergingen, die Familie litt sehr unter dem frustrierten und aggressiven Verhalten von Guiseppe, der immer nur die Fehler im Außen suchte. Immerzu beschwerte er sich darüber, am schwersten zu arbeiten, von niemanden gesehen zu werden, keinen Respekt oder Wertschätzung zu erhalten.<br />
Er stand früh morgens auf, ging zur Arbeit und murmelte immer etwas vor sich her, wenn er die Straße entlang ging. Alle kannten den griesgrämigen Guiseppe, warm ist niemand mit ihm geworden. Sie lernten ihn einfach zu akzeptierten.</p>
<p>Irgendwann war es der Familie zu viel geworden, die Frau und die Kinder verließen ihn, weil sie dieses ewige Gejammere nicht mehr ertrugen, jedes Mal projizierte Guiseppe seine inneren Wunden auf die Familie. Irgendwann war es für seine Familie nicht mehr tragbar und sie gingen fort, schließen die Tür hinter sich und kamen nie wieder.</p>
<p>Das war nun 51 Jahre her. Er war so stur, dass er sich nicht mal um den Kontakt der Kinder bemüht hatte. Nicht die leiseste Ahnung ob er in der Zwischenzeit vielleicht Großvater oder gar Ur-Großvater wurde, nein das war ihm völlig egal. Seine Kinder hatten sich bei ihm zu melden und nicht umgekehrt.</p>
<p>Ein vorbeilaufendes Kind reißt mich aus meiner Trancereise wieder raus und ich sehe Guiseppe wie er wie der Blitz von seiner Holzbank aufsteht, die Zeitung noch in der Hand haltend,  nach einem Apfel greift und dem vorbeilaufenden Jungen einen Apfel nachwirft und dabei laut schreit: „Verschwinde aus meiner Hörweite du verdammter Bengel, sonst leg ich dich das nächste Mal übers Knie!“</p>
<p>Während ich so Guiseppe beobachte denk ich mir, war es das wert?</p>
<p>War es das wert, auf seine Wirklichkeit zu beharren und sich sein Leben lang zu weigern einen anderen Blickwinkel einzunehmen oder zur Abwechslung an sich selber zu arbeiten anstatt das Außen permanent zu korrigieren versuchen?</p>
<p>War es das wert, die Liebe seines Lebens gehen zu lassen? Den Kontakt zu den Kindern abzubrechen und nicht mehr an ihrem Leben teilzunehmen oder die Kinder an seinem Leben teilnehmen zu lassen?</p>
<p>War es das wert, gute Freunde gemieden zu haben, weil er in jedem einen Verräter sah und Angst hatte in irgendeiner Art und Weise über den Tisch gezogen zu werden?</p>
<p>Die Wirklichkeit über Guiseppes Kindheit war, dass der Vater so viel arbeiten musste und das Geld kaum für die Familie reichte, er seinen kleinen Guiseppe am meisten von den drei Kindern liebte, es ihm aber nicht zeigen konnte, weil er selber durchtränkt von Glaubenssätzen war. Guiseppes Vater wusste sich in den Jahren nicht mehr zu helfen, wie er sein Kind auf die richtige Bahn zurückbringen sollte, er war so stur und uneinsichtig gewesen. Ganz gleich wie sehr sein Vater mit ihm zu reden versuchte, es endete immer in Vorwurf und bösem Streit, bis Guiseppe beschloss nie wieder sein Elternhaus zu betreten.</p>
<p>Wir alle nehmen unsere Themen mit. Wir sind voll von Glaubensmustern, projizieren unsere Themen auf andere und fühlen uns schnell gekränkt, wird ein Triggerpunkt aktiviert. Sogleich beschießen wir unser Gegenüber mit Vorwürfen und hässlichen Beschimpfungen.</p>
<p>Und wieder frage ich, war es das wert?</p>
<p>Niemand sah sein Riesengroßes Herz und all die Liebe die er zu bieten hatte. Niemand sah je sein wundervolles Lächeln. Niemand sah woran er sich täglich erfreute, wofür er kämpfte und wofür er im Leben stand, wen er verteidigte und dass er jeden Tag heimlich einem Obdachlosen ein Stück Brot, Paprika und Speck schenkte, weil dieser nichts zu essen hatte.</p>
<p>Irgendwann in seiner frühen Kindheit, hat Guiseppe irgendjemandem abgekauft, er sei nichts Wert und würde es nie zu etwas bringen. Diese innere Haltung konditionierte er auch weiterhin sein Leben lang auch ziemlich erfolgreich.</p>
<p>Guiseppe lebte 97 frustrierte Jahre</p>
<p>Zu seiner Beisetzung war außer dem Pfarrer niemand gekommen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/der-alte-mann-mit-dem-riesenherzen-und-dem-unerhoerten-verhalten/">Der alte Mann mit dem Riesenherzen und dem unerhörten Verhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das alte Haus am Ende der Straße der kleinen Provinz in Mitten von Serbien</title>
		<link>https://kraftvollundsicher.at/das-alte-haus-am-ende-der-strasse-der-kleinen-provinz-in-mitten-von-serbien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Biljana Moser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 10:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kraftvollundsicher.at/?p=1737</guid>

					<description><![CDATA[<p>Opa und Oma waren Kinder die während des ersten Weltkrieges zur Welt kamen. Sie lernten sich kennen und heirateten. Nicht aus Liebe, sondern vielmehr aus Sympathie und der Klarheit einander helfen zu können. Beide haben immer hart gearbeitet und hatten das Haus mühsam gebaut. Sie lebten unter ärmsten Verhältnissen. Oma gebar Kinder und beide schufteten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/das-alte-haus-am-ende-der-strasse-der-kleinen-provinz-in-mitten-von-serbien/">Das alte Haus am Ende der Straße der kleinen Provinz in Mitten von Serbien</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Opa und Oma waren Kinder die während des ersten Weltkrieges zur Welt kamen. Sie lernten sich kennen und heirateten. Nicht aus Liebe, sondern vielmehr aus Sympathie und der Klarheit einander helfen zu können.<br />
Beide haben immer hart gearbeitet und hatten das Haus mühsam gebaut. Sie lebten unter ärmsten Verhältnissen. Oma gebar Kinder und beide schufteten bis ins hohe Alter hart. Die beiden Kinder zogen weiter weg, gingen Beziehungen ein und bekamen selber Kinder….</p>
<p>Nachdem Opa 1979 und Oma 1983 verstarben, waren schon deren Enkeln Eltern geworden, doch denen wurde nie erzählt woher sie stammen und wie prägend, stärkend und auch traurig ihre Ahnengeschichte war.<br />
So vergingen Jahrzehnte, niemand kam nach dem Tod der Alten je nur zu Besuch der alten Zeiten wegen, geschweige denn sich um den Erhalt des prachtvollen und geschichtereichen Hauses zu kümmern.</p>
<p>Heute erinnert das damalige Schlafzimmer im ersten Stockwerk an die zwei schweren Geburten der Kinder, an tränenreiche Nächte, in denen die Frau Angst um ihren Mann hatte und fast vor Sorge starb als er im Krieg war. Der Kamin, vor dem die Oma mit deren beiden Kinder abends vorm Zubettgehen noch am Boden saß und ihnen Geschichten vorlas. Die kuschelwarme Decke, die nur noch einem dickeren großen Fetzen gleicht, weil sie von Mäusen zerfressen wurde, in denen sie ihre Kinder einwickelte, wenn sie nachts Albträume hatten und zu ihnen ins Bett kamen.</p>
<p>Das war nur ein Teil dessen was in diesem Raum passierte, was die Mauern zu erzählen hätten. Die Geschichte dieses Hauses wird wohl wie Opa und Oma bis in alle Ewigkeit vergraben bleiben, weil niemand gewillt war sich umzudrehen und sich zu erinnern wo man herkam, nachzufragen was die Ahnen alles zu erzählen hatten.</p>
<p>Hört euren Großeltern zu! Der schwere und leidvolle Weg soll nicht umsonst gewesen sein. Erzählt eure Geschichten und die eurer Ahnen, da es wertvoller ist dies zu verbreiten als Kinder in die Welt zu setzen, die leer und suchend sind, weil sie nicht wissen wer sie sind und woher ihre Wurzeln stammen.</p>
<p>Eure Biljana</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kraftvollundsicher.at/das-alte-haus-am-ende-der-strasse-der-kleinen-provinz-in-mitten-von-serbien/">Das alte Haus am Ende der Straße der kleinen Provinz in Mitten von Serbien</a> erschien zuerst auf <a href="https://kraftvollundsicher.at">Biljana Kraft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
